07.01.2026 (16:15 - 17:45 Uhr | Hörsaal N2 Muschel)
DemokratieBildung in Südosteuropa –
Politische Orientierungen und soziale Desintegration Jugendlicher im Ländervergleich
Die junge Generation in Europa wird mit einer Reihe von gesellschaftlichen, (geo-)politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen konfrontiert. Wie Jugendliche mit diesen Herausforderungen umgehen, wie sie auf Demokratie blicken, welche politischen Haltungen sie einnehmen und welche Desintegrationstendenzen sie erleben, stellt den Ausgangspunkt dieses Vortrags dar. Auf der Grundlage einer im Jahr 2024 durchgeführten repräsentativen Umfrage von 8.940 Jugendlichen im Alter von 14-29 Jahren in insgesamt 12 Ländern Südosteuropas wird diskutiert, in welchem Ausmaß intolerante Haltungen gegenüber sozialen, ethnischen und religiösen Bevölkerungsgruppen international-vergleichend vorliegen. Hierzu wird das Konstrukt der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit herangezogen und mit Hilfe von Regressionsanalysen aufgezeigt, welche präventive Wirkung von schulischer Deomokratiebildung ausgeht.
Zum Vortragenden:
Univ.-Prof. Dr. Marius Harring, ist Leiter des Arbeitsgebiets „Schul- und Jugendforschung“ am Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Forschungsschwerpunkte: empirische Jugend-, Schul- und Sozialisationsforschung, formale, informelle und non-formale Bildung, politische Haltungen und Ausdrucksformen Jugendlicher im internationalen Vergleich, Mixed-Methods-Designs.