"PARTNER" – Gute Partnerschaften in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung

Das Zusammenspiel von Organisationen, Praxen und Akteuren als Grundlage
für eine ungleichheitssensible Qualitätsentwicklung

Ein BMBF-Verbundprojekt von Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Universität Trier


Forschungsteam der Johannes Gutenberg-                  
Forschungsteam der Universität Trier
Universität Mainz

Projektleitung: Prof.'in Dr. Tanja Betz                             Projektleitung: Prof.'in Dr. Sabine Bollig
(Verbundkoordinatorin)

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:                               Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:
Dr.'in Stefanie Bischoff-Pabst                                           
Dr.'in Sabrina Göbel
(in Elternzeit)                                                                        Angelika Sichma, M.A.
Nadine Kaak, M.A.
Dr.'in Karin Kämpfe           

Studentische Mitarbeiter/innen:                                       Studentische Mitarbeiterinnen:
Eva-Maria Reitz                                                                    Anna-Lena Bindges
Salome Löhr                                                                         Nadja Schu
Jérôme Kloos (ehem. Mitarbeiter)

Laufzeit: 01.01.2019 - 31.12.2021

Ausgangspunkt des Projekts

Die Zusammenarbeit mit Familien als Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zum Wohl der Kinder
und die verstärkte Beteiligung von Eltern in Kindertageseinrichtungen haben sich in vielen Ländern
als programmatische Qualitätsziele für die Praxis in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung,
Betreuung und Erziehung (FBBE) etabliert. Vor dem Hintergrund der Heterogenität von familialen Lebenswelten gelten sie als fachlicher Standard, der insbesondere auch dazu beitragen soll,
frühzeitig Bildungsungleichheiten entgegen zu wirken. Die wissenschaftliche und zugleich kritisch-
distanzierte Auseinandersetzung mit  diesen Partnerschaften ist indessen erst im Aufbau begriffen.
Dies gilt insbesondere für Forschungsansätze, die diese Partnerschaften in kindheits-,
ungleichheits- oder organisationstheoretischer Perspektive in den Blick nehmen.
Hier setzt das Projekt PARTNER an.


Erkenntnisinteresse und Forschungsfragen

Im BMBF-Verbundprojekt PARTNER werden die konkreten Praxen der Zusammenarbeit als organisational
vielfältige und multiperspektivische Gestaltungen des Verhältnisses zwischen Kitas und Familien fokussiert, in die auch die Kinder aktiv eingebunden sind. Dabei interessiert insbesondere, wie in diesen vielfältigen und mitunter auch widersprüchlichen praktischen Gestaltungen des Verhältnisses zwischen Familien und Kitas gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse wirksam werden. Im Sinne einer ungleichheitssensiblen Qualitätsforschung werden drei Fragenkomplexe bearbeitet:

Wie gestaltet sich das Verhältnis von Kita und Familie in den Praxen der Zusammenarbeit normativ und performativ aus? Welche unterschiedlichen Konzeptualisierungen von Familie lassen sich im Kita-Alltag
finden und welche Verhältnisbestimmungen von Kita und Familie werden dabei praktisch relevant gemacht?

Wie sind Fachkräfte und Eltern an der Hervorbringung dieser Verhältnisbestimmungen beteiligt? Und
wie gestalten die Kinder – als bislang vernachlässigte Akteursgruppe – diese Praxen und Verhältnis-
bestimmungen mit? Welche Orientierungen liegen dem Handeln der unterschiedlichen Akteure zu-
grunde?

Welche Bedeutung kommt dem Organisationskontext mit Blick auf diese praktischen Verhältnis-bestimmungen von Familie und Kita zu? Welche Rolle spielen dabei z.B. die Organisationskultur und der sozialräumliche Kontext? Welche Aspekte sozialer Ungleichheit werden organisational relevant und als ungleiche Formen von ‚Partnerschaft‘ re-/produziert?

Forschungsziele und Ziele des Forschung-Praxis-Dialogs

Mit diesen Forschungsfragen zielt das Projekt auf grundlagenorientierte Erkenntnisse zur Gestaltung des Verhältnisses von Familie und Kita in kindheits-, ungleichheits-, praxis- und organisationstheoretischer Perspektive. Darüber hinaus wird das Projekt einen praxisbezogenen Beitrag für die Qualitätsentwicklung
in der frühpädagogischen Praxis leisten.

Um die Fachpraxis für die vielfältigen Dimensionen und mitunter ambivalenten Normierungen der partner-schaftlichen Zusammenarbeit zwischen Fachkräften, Eltern und Kindern sowie deren ungleichheitsbezogene Herausforderungen zu sensibilisieren, werden die Forschungsergebnisse anwendungsorientiert aufbereitet. Dieser Wissenstransfer zwischen Forschung und Kita-Praxis wird während des gesamten Projektzeitraums über einen kontinuierlichen Forschung-Praxis-Dialog in verschiedenen Formaten gestaltet.

Forschungsdesign des PARTNER-Projekts

Die grundlagen- und anwendungsbezogenen Zielsetzungen werden über ein multimethodisches und multiperspektivisches Feldforschungsdesign realisiert, das folgende Bausteine enthält:


Ansprechpartnerinnen

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Dr.'in Stefanie Bischoff-Pabst:
bischoff-pabst@uni-mainz.de
(in Elternzeit)
Nadine Kaak, M.A.

Allgemeine Anfragen an:
partner@uni-mainz.de 

Universität Trier

Prof.‘in Dr. Sabine Bollig:
bollings@uni-trier.de

Dr.'in Sabrina Göbel:
goebels@uni-trier.de

Allgemeine Anfragen an:
partnerprojekt@uni-trier.de

Nähere Informationen unter:
http://www.partnerprojekt.uni-trier.de