Aktuelles

 

 

 

 

Podcast: Bildung für die Ohren
Was verstehen wir unter Bildungsgerechtigkeit?

Ein Überblick über Ungerechtigkeiten in früher Bildung und Schule, beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium und in der Weiterbildung

Prof.in Dr. Tanja Betz (ab 6:20 min.) und vier weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geben Auskunft, wo sie in der frühen Bildung, in der Schule, beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium und in der Weiterbildung Ungerechtigkeiten identifiziert haben und mit welchen Ansätzen man diesen entgegenwirken kann.

Neues Forschungsprojekt


„AkteurInnen in der Sprachförderung am Übergang Kindertageseinrichtung-Grundschule – Perspektiven von pädagogisch Professionellen auf Kinder und ihre Eltern“
(gefördert durch das Zentrum für Schul-, Bildungs- und Hochschulforschung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz),
Laufzeit: 2021

Im Kontext von Sprachförderung ergibt sich für pädagogisch Professionelle ein Spannungsfeld zwischen wirksamer Förderung und mit der Förderung verbundenen Verbesonderungen und subjektivierenden Adressierungen von Kindern und Eltern. Neben der Möglichkeit, durch gezielte Förderung im Deutschen die sprachlichen Fähigkeiten und damit Bildungschancen von Kindern zu erhöhen, werden diese unter diagnostischer Legitimation zugleich als Risikokinder im Bereich Sprache markiert. Diese (sprachbezogene) Defizitmarkierung impliziert insbesondere an Bildungsübergängen eine zukunftsweisende Note. Der institutionelle Übergang wird damit in mehrfacher Hinsicht zur (familiären) Herausforderung. Gerahmt sind diese Dynamiken zudem durch die Tatsache, dass Sprache(n) und sprachliche Fähigkeiten im Deutschen in den Bildungsinstitutionen zentral in hegemoniale Herstellungspraxen von Differenz, Zugehörigkeit und Nichtzugehörigkeit involviert sind. Mittels Sekundäranalyse von qualitativen Interviewdaten aus der SPRÜNGE-Evaluationsstudie („Sprachförderung im Übergang Kindergarten-Grundschule evaluieren“, 2016-2019) mit frühpädagogischen Fach- und Grundschullehrkräften sollen in dem Projekt Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie Kinder und Eltern als an Sprachförderung ebenfalls Beteiligte von den pädagogisch Professionellen konzeptualisiert werden.

Das Projekt wird von Dr. Karin Kämpfe durchgeführt.

Veranstaltungen


Vortrag: Berufsfeld Forschung und Lehre in der Erziehungswissenschaft

Die Veranstaltung soll Studierenden, die sich mit der Frage beschäftigen, ob „die“ Erziehungswissenschaft ein mögliches Berufsfeld für sie sein könnte, eine erste Orientierung bieten. Im Rahmen eines kurzen Vortrags und der Möglichkeit, eigene Fragen in die Diskussion einzubringen, geht es u. a. um Fragen danach, was es heißt, Wissenschaft zum Beruf zu machen:  

Wann: 07.06.2021, 16 Uhr (c.t.) bis 18 Uhr

Wo: MS Teams – Link folgt 

Wer: Universitätsprofessorin Dr. Tanja Betz (JGU Mainz) www.tanja-betz.de 

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 25 Personen beschränkt. 

Hier ist der Link zur verbindlichen Anmeldung für den 07.06.2021: https://www.surveymonkey.de/r/YHJ6DC8  

 

 

 

 

Im Sommersemester 2021 veranstaltet
der Arbeitsbereich Kindheitsforschung
(Univ.-Prof.'in Dr. Tanja Betz) eine digitale Vortragsreihe mit dem Titel "Verhältnisbestimmungen und Verantwortungszuweisungen zwischen Familie und öffentlicher Bildung und Erziehung".
Die Gastreferent*innen Angel Chan (PhD, The University of Auckland, New Zealand), Dr. Oxana Ivanova-Chessex, Prof. Dr. Anja Sieber Egger und Dr. Gisela Unterweger (Pädagogische Hochschule Zürich, Schweiz) und Yasemin Uçan (Universität zu Köln) gewähren dabei Einblicke in ihre theoretischen und empirischen Arbeiten.

 

Dialogforum „Wo bitte geht’s ‚zur Augenhöhe‘?
“ Wunsch und Wirklichkeit der Beteiligung von Kindern und Eltern in Kindertageseinrichtungen“, 21.09.2020, Schader-Forum, Darmstadt 

Bei der gemeinsamen Veranstaltung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Arbeitsbereich Professorin Dr. Tanja Betz, IfE), der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, der Landesarbeitsgemeinschaft KitaEltern Hessen e.V. und der Schader-Stiftung wurden die vielfältigen Diskrepanzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit der Beteiligung von Kindern und Eltern in Kitas aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert. Ziel war es, Impulse für eine an den Bedarfen und Interessen der unmittelbar Beteiligten ausgerichtete Beteiligung zu erarbeiten, die zugleich über die verbreitete Trennung von Kinderbeteiligung hier und Elternbeteiligung dort hinausgeht und die Organisationsentwicklung in Kitas mit im Blick hat.
Das Dialogforum fand in einem hybriden Veranstaltungsformat statt (digitale und analoge Teilnahme).

Programm der Veranstaltung

Aktuelle Publikationen


 

Children at the Crossroads of Opportunities and Constraints - Collaboration between early childhood education and care centers and families: viewpoints and challenges


The empirical study at hand, authored by Tanja Betz from the Gutenberg University Mainz and her team, provides insights into the actors’ varying viewpoints and experiences regarding different types of contact between parents and teachers. The aim is particularly to prioritise the views of the children (a group of actors previously neglected in both research and the professional discourse), and to more closely examine their positions and their self-positioning when it comes to shaping the relationship between the primary school and family. The study shows that it is crucial to take a second look at the idealized concept of educational partnerships and to consider it from a much broader viewpoint.

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Interview:
Betz, T. (2020). Zusammenarbeit braucht Kraft, Zeit und Ressourcen! Welt des Kindes, 6/2020, 42-43.


Leitbilder »guter« Kindheit und ungleiches Kinderleben

Leitbilder ‚guter‘ Kindheit weisen Fach- und Lehrkräften, Eltern und Kindern spezifische Aufgaben zu. Im Fokus stehen die Handlungsweisen und Perspektiven dieser Akteure angesichts ungleicher Bildungschancen.

Flyer Leitbilder


In Politik und Gesellschaft gibt es einflussreiche Vorstellungen davon, wie Kindheit ausgestaltet werden soll. Diese Leitbilder »guter« Kindheit weisen zentralen Akteuren der frühen und mittleren Kindheit Aufgaben zu: Pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte sollen Bildungsungleichheit abbauen, Eltern ihre Kinder verstärkt fördern, während die Kinder selbst passiv gedacht werden. Im Band werden die Handlungsweisen dieser Akteure und ihre Perspektiven auf Bildung, Betreuung, Förderung und Erziehung analysiert. Dabei wird gefragt, inwiefern die Akteure die Leitbilder teilen oder ablehnen und wie dies mit gesellschaftlicher Ungleichheit und Bildungschancen zusammenhängt.

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Flyer

 

Children at the Crossroads of Opportunities and Constraints

The relationship between school and family from the children’s viewpoint: their perspectives, their positions


The empirical study at hand, authored by Tanja Betz from the Gutenberg University Mainz and her team, provides insights into the actors’ varying viewpoints and experiences regarding different types of contact between parents and teachers. The aim is particularly to prioritise the views of the children (a group of actors previously neglected in both research and the professional discourse), and to more closely examine their positions and their self-positioning when it comes to shaping the relationship between the primary school and family. The study shows that it is crucial to take a second look at the idealized concept of educational partnerships and to consider it from a much broader viewpoint.

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Kinder zwischen Chancen und Barrieren: Zum Verhältnis von Schule und Familie aus der Sicht von Kindern: ihre Perspektiven, ihre Positionen


In der Studie wurden an fünf Regelgrundschulen in Hessen und Rheinland-Pfalz mit Kindern der 3. und 4. Klasse Gruppendiskussionen und Einzelinterviews dazu geführt wie das Verhältnis Grundschule-Familie konkret ausgestaltet wird und welche Perspektive(n), Handlungsorientierungen und Positionen die Kinder hierbei haben. Zudem wurden Interviews mit Lehrkräften, einer Schulleitung, Schulsozialarbeiter*innen und eine Gruppendiskussion mit Müttern von Grundschulkindern geführt.
Die Ergebnisse liefern Einblicke in die Perspektiven, Selbstpositionierungen und die kollektiven Handlungsorientierungen der Kinder in Bezug u. a. auf vielfältige Formen des Kontakts zwischen Schule und Elternhaus wie z. B. Elternabende oder Lehrer-Schüler-Elterngespräche und in ihre kollektiven handlungsleitenden Orientierungen mit Blick auf ihre Involvierung, Abgrenzung oder aber Anpassung. Aus den empirischen Befunden werden angesichts gesellschaftlicher Ungleichheitsverhältnisse und damit Dominanz- und Machtverhältnisse auch zwischen Kindern und Erwachsenen, Herausforderungen für Praxis, Politik und Wissenschaft abgeleitet.

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Kinder zwischen Chancen und Barrieren: Zusammenarbeit zwischen Kita und Familie: Perspektiven und Herausforderungen


In der Studie wurde über ein Jahr hinweg teilnehmend der Alltag von vier Kindertageseinrichtungen unterschiedlicher Träger beobachtet. Zudem wurden viele Interviews und Gespräche mit Fachkräften, Leitungen und Erziehungsberechtigten zur Zusammenarbeit zwischen Kita und Familie geführt.

Die Ergebnisse liefern Einblicke in die jeweiligen Perspektiven von Fachkräften und Eltern auf Bildungs- und Erziehungspartnerschaft und die Probleme ihrer Umsetzung sowie in die Perspektiven von Fachkräften darauf, wie sie „die“ Eltern sehen. Analysiert wurde auch, welche Erfahrungen Fachkräfte und Eltern mit Zusammenarbeit machen und wie sie diese erleben. Herausgearbeitet wurden dabei Passungen, Spannungen und Konflikte. Auch die strukturellen Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit wurden beleuchtet und Situationen des Kita-Alltags, die deutlich werden lassen, wie konsensuell, aber auch spannungsreich Fachkräfte und Eltern aufeinandertreffen. Zudem wurde der Frage nachgegangen wie sozial unterschiedlich situierte Eltern sich gegenüber Fachkräften und Kitas positionieren und welche Positionen Kindern in der Zusammenarbeit zwischen Kita und Familie zukommen. Aus den empirischen Befunden werden Herausforderungen für Praxis, Politik und Wissenschaft abgeleitet.

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Frühpädagogische Fachkräfte und Eltern:
(K)ein partnerschaftliches Verhältnis


Bildung in der frühen Kindheit ist für individuelle Lebenschancen und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern zentral. Der Band präsentiert innovative Befunde, wie Familienbildung und Kindertageseinrichtungen kindliche Bildungsprozesse vor Schuleintritt stärken. Um der wachsenden Vielfalt von Familien zu entsprechen und zum Abbau ungleicher Bildungschancen beizutragen, sind eine verstärkte Vernetzung im Sozialraum der Familien sowie die intensivierte Zusammenarbeit von Fachkräften der frühen Bildung mit Eltern erfolgversprechende Strategien.

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Bildungs-und Erziehungspartnerschaft zwischen Wunsch
und Wirklichkeit


Die Partnerschaft mit den Familien ist ein wesentlicher Bestandteil sowohl der non-formalen Bildung als auch der frühen mehrsprachigen Bildung in den Luxemburger Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Die Chancen und Grenzen einer solchen Partnerschaft werden im Band kritisch beleuchtet und an Beispielen aus der Praxis verdeutlicht. Wesentlich ist ein realistischerer, empirisch fundierter Blick auf die tatsächlichen Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung und Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Familien und die stärkere Beachtung der unterschiedlichen Positionen von Kindern in der Partnerschaft.

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