Aktuelles aus dem Arbeitsbereich


Das Interdisziplinäre Zentrum für Bildungsforschung (ICER) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz veranstaltet am 17. November 2026 von 18:00 bis etwa 20:30 Uhr ein öffentliches Fachgespräch.

Unter dem Titel „Politik. Bildung. Generationengerechtigkeit. Kinder- und Jugendbeteiligung in der Demokratie“ richtet sich die Veranstaltung an Interessierte aus Wissenschaft, Verwaltung, Politik, pädagogischer Praxis und Zivilgesellschaft.

Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend) und Ministerin Dr. Ute Eiling-Hütig (Ministerin für Bildung) werden anwesend sein.

Das Programm finden Sie hier, eine Anmeldung zur Präsenz- oder Onlineteilnahme ist bis zum 08.11.2026 möglich.


Interview mit Prof.in Tanja Betz in Die Zeit:
Die kontrollierte Kindheit: Waren Kinder früher freier?
Früher mussten Kinder mehr gehorchen und sollten brav sein. Gleichzeitig waren sie aber auch autonomer. Den Eltern von heute raten Expert:innen zu weniger Behütung.


Interview mit Prof.in Tanja Betz in der Frankfurter Rundschau:
„Undenkbar“: Beta-Eltern erziehen ihre Kinder völlig anders als Helikopter-Eltern
Sogenannte Rasenmäher-Eltern entfernen alle Hindernisse aus dem Weg ihrer Kinder, während Helikopter-Eltern sie ständig überwachen – beide gelten als überbehütend. Beide Erziehungsstile zeichnen sich durch starke Einmischung in das Leben der Kinder aus. Als Gegenmodell taucht nun ein weiterer Begriff, der der „Beta-Eltern“ auf.


Interview mit Prof.in Tanja Betz in der Frankfurter Rundschau:
Bildungsreformen in Deutschland: „Es geht oft nicht um die Kinder“:
Bildungsreformen in Deutschland scheitern oft an mangelnder Prioritätensetzung mit Blick auf die Reduzierung von Bildungsungleichheit – sie dienen häufig politischer Symbolik statt echter Verbesserung der Chancengerechtigkeit für Kinder.


 

Neuerscheinung: ZSE 02/2026 Temporale Ungleichheitsverhältnisse in Institutionen der Kindheit

Die neue Ausgabe der Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation (ZSE) mit dem Schwerpunktthema „Temporale Ungleichheitsverhältnisse in Institutionen der Kindheit“ ist erschienen. Im aktuellen Heft stehen zeitbezogene Ordnungen, Machtverhältnisse und Differenzierungen im Kontext von Kindheit und Bildung im Mittelpunkt. Die Beiträge befassen sich mit zeitbezogenen Orientierungen caretätiger Mütter zwischen inner- und außerfamiliärer Selbst- und Fremdbestimmung, mit temporalen Machtverhältnissen und Zeitkonflikten im Elementar- und Primarbereich sowie mit Zeit- und Leistungspraktiken im Anfangsunterricht der Grundschule. Zudem werden temporale Differenzmarkierungen im Grundschulunterricht thematisiert und es wird danach gefragt, wie Kinder entlang zeitlicher Normen und Erwartungen bewertet werden. In den freien Beiträgen geht es um Raum-Zeit-Profile und Verkörperungspraktiken in der Landjugend und der Parkour-Szene sowie um institutionellen Rassismus und Antisemitismus im Kontext schulischer Beschwerden. Auch einschlägige Buchbesprechungen, Tagungsberichte und Veranstaltungsankündigungen sind wieder in der Zeitschrift zu finden.

Die aktuelle Ausgabe können Sie HIER bestellen.

Es grüßt die Redaktion der ZSE

Tanja Betz (geschäftsführende Herausgeberin), Nicoletta Eunicke, Aenna-Marie Schalz und Tania Poppe


Anmeldung zur Summer School Methoden der Kindheitsforschung 2026

Gemeinsam mit Karin Kämpfe (PH Schwäbisch Gmünd) und Julian Storck-Odabasi (Universität Hildesheim) richtet Nicoletta Eunicke (JGU Mainz) in diesem Jahr die dritte Summer School Methoden der Kindheitsforschung aus. Vom 8. bis 10. Juli treffen wir uns in Hildesheim. Ziel der Summer School ist es, sich mit methodischen, methodologischen und forschungsethischen Besonderheiten sowie Herausforderung bei der Forschung mit Kindern und über Kindheit auseinanderzusetzen. Sie richtet sich v.a. an Forschende in Qualifizierungsphasen und Masterstudierende, die sich für Kindheitsforschung interessieren. Die Summer School ist eine Veranstaltung der Sektion »Soziologie der Kindheit« und des »Netzwerks sozialwissenschaftliche Kinder- und Kindheitsforschung« der Sektion innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) mit Unterstützung der Grete-Henry-Hermann-Stiftung und des Kompetenzzentrums Frühe Kindheit Niedersachsen. Zum vollständigen Programm geht es HIER.


„Childhood by Numbers“ – neues Forschungsprojekt in deutsch-schottischer Kooperation

Marlies Kustatcher (University of Edinburgh), Nicoletta Eunicke (Johannes Gutenberg Universität Mainz), Karin Kämpfe (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd), Julian Storck-Odabasi (University of Hildesheim) und Kay Tisdall (University of Edinburgh) haben eine Förderzusage für ihr Projekt „Childhood by numbers? Investigating assessment and datafication processes in early childhood education in Germany and Scotland” (Laufzeit: 2026 bis 2027) durch den Scotland-Lower Saxony Research and Innovation Scheme erhalten. In der Pilotstudie erforscht das Forschungsteam, wie die Beurteilung und Datenerfassung von Kindern in schottischen und deutschen Kontexten mit Vorstellungen einer „guten Kindheit“ zusammenhängen. Mehr Informationen zum Projekt gibt es HIER.


Ringvorlesung „Daten, Deutungen, Disziplinen. Perspektiven der interdisziplinären Bildungsforschung“ am Interdisziplinären Zentrum für Bildungsforschung (ICER) der JGU Mainz

Die Vortragsreihe bietet in drei Online-Vorträgen Einblicke in aktuelle Bildungsforschung. Im Mittelpunkt stehen methodische Fragen qualitativer und quantitativer Verfahren als empirische Zugänge zur Bildungswirklichkeit. Zugleich werden zentrale Herausforderungen der Forschung diskutiert. Die Reihe zeigt auf, welche Erkenntnisse aus interdisziplinären Zugängen für Forschung, Lehre und Transfer gewonnen werden können.

  • 29. April 2026: Teilnehmen, beobachten, entdecken: Ethnografische Zugänge in der Bildungsforschung (Dr.‘in Laura Fuhrmann, Vertretung der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schul- und Unterrichtsentwicklung in der Grundschule und Gender Studies an der Universität Siegen)
  • 03. Juni 2026: Zwischen KI-Beschleunigung und menschlichem Analyse(lern)prozess: Hybrides Interpretieren mit 3 LLM als reflexiver Ansatz für qualitative Forschung (Dr. Thorsten Dresing, audiotranskription)
  • 16. Juni 2026: Planspiele zu pädagogischen Entscheidungen im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion – eine quantitative Studie (Prof.‘in Dr. Katja Adl-Amini, Schulpädagogik; Technische Universität Darmstadt)

Die Gastvorträge finden online jeweils ab 16:15 Uhr statt. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, Promovierende, Kolleginnen und Kollegen sowie an alle weiteren Interessierten.

Interessierte sind herzlich eingeladen teilzunehmen: Anmeldung unter https://www.icer.uni-mainz.de


Aktuelle Publikationen

In der der Reihe: Kindheitspädagogische Beiträge (Verlag: Beltz Juventa), herausgegeben von Tanja Betz und Peter Cloos sind zwei neue Bände erschienen, die beide open access verfügbar sind.
Den Flyer zur Reihe finden Sie hier.

Betz, T. & Cloos, P. (2026a) (Hrsg.). Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern zwischen privater und öffentlicher Verantwortung. Band 1: Lebenslagen, Lebenswelten und Diskurse. Weinheim: Beltz Juventa. Flyer I open acces

 

Betz, T. & Cloos, P. (2026b) (Hrsg.). Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern zwischen privater und öffentlicher Verantwortung. Band 2: Kontexte und Handlungsfelder. Weinheim: Beltz Juventa.
Flyer I open access


Betz, T. (2026). Kinder- und Jugendberichte und Politikberatung. Strukturelle Merkmale der Wissensproduktion für die Kinder- und Jugendberichterstattung in Deutschland. Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 1, 25–40, https://doi.org/10.3224/diskurs.v21i1.03


Betz, T. (2025). Kinder- und Jugendberichte in Bund und Ländern: Impulse für die Kinder- und Jugendpolitik aus dem 4. Kinder- und Jugendbericht Rheinland-Pfalz. Forum Jugendhilfe, 4, 28–34.


Betz, T. (2025). Das Verhältnis zwischen Kindertageseinrichtung und Familie: Positionen und Perspektiven von Eltern in der Frühen Bildung, Betreuung und Erziehung. Bildung und Erziehung, 78(3), 367–384.


Betz, T. & de Moll, F. (2025). Mixed Methods in der Kindheitsforschung. Ansätze zur Kombination qualitativer und quantitativer Methoden. In: Heinzel, F. (Hrsg.). Methoden der Kindheitsforschung (S. 354–369). Weinheim und Basel: Beltz Juventa.

Heinzel, F. & Eunicke, N. (2025). Gruppendiskussionen mit Kindern. In: Heinzel, F. (Hrsg.), Methoden der Kindheitsforschung. (S.144-156). Weinheim und Basel: Beltz Juventa.


Bischoff-Pabst, S., Betz, T. & Machold, C. (2025). Forschungszugänge zu Differenz und Ungleichheit. Schwerpunktheft der Zeitschrift Fallarchiv Kindheitspädagogische Forschung. Online-Zeitschrift zu Qualitativen Methoden in Forschung und Lehre, 8(1).


 

 

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