Generationenübergreifende Zusammenarbeit – Eine digitale Interviewstudie zu Beziehungsqualitäten zwischen Jugendlichen und erwachsenen Vertrauenspersonen

Projektleitung: Prof.‘in Dr. Tanja Betz

Projektmitarbeiterin: Dr. Pia Rother (1.3.-31.8.2021)

Studentische Mitarbeiterinnen: Yvonne Damm B.A., Lina Kottler, Salome Löhr, Eva Reitz B.A.

Kooperationspartner: Bertelsmann Stiftung, Dr. Alexa Meyer-Hamme (ACT2GETHER)

Laufzeit: 03.2021 – 02.2022

 

Die Studie 

Das Kooperationsprojekt „Generationenübergreifende Zusammenarbeit“ zielt darauf ab, zu verstehen, was für Jugendliche in benachteiligten Kontexten und ihre erwachsenen Vertrauenspersonen eine ‚gute‘ Beziehung ausmacht. Daraus sollen perspektivenabhängige Merkmale der Beziehungsqualität dieser generationenübergreifenden Zusammenarbeit für weitere Kontexte abgeleitet werden – insbesondere mit Blick auf Schule bzw. das Verhältnis zwischen Jugendlichen und pädagogisch tätigem Personal u.a. in Ganztagsschulen.

Im Projekt sind folgende Fragen leitend:

  • Wie erleben Jugendliche und erwachsene Vertrauenspersonen im Kontext Benachteiligung ihre generationenübergreifende Zusammenarbeit?
  • Was macht aus der Perspektive von Jugendlichen und ihren erwachsenen Vertrauenspersonen eine ‚gute‘ Beziehung im Kontext von Benachteiligung aus?
  • Was können und sollten Lehrkräfte wissen und können um Benachteiligung abzubauen?

Hintergrund des Projekts ist das Vorhaben, empirisch fundierte Hinweise für die Qualifizierung von pädagogischen Akteuren in Schulen und der Kinder- und Jugendhilfe zu erhalten, wie sie mit jungen Menschen aus benachteiligten Kontexten arbeiten und diese unterstützen können. Es geht um die Frage, welches Wissen und Können zur Gestaltung von pädagogischen Settings entscheidend ist, um zum Abbau herkunftsbedingter Nachteile beizutragen.

Forschungs- und Projektdesign

Zum Einsatz kommen explorative leitfadengestützte Interviews mit Jugendlichen aus benachteiligten Kontexten und ihre Vertrauenspersonen im Online-Format. Die Interviews werden inhaltsanalytisch ausgewertet. Methodologisch wird zugleich erprobt, inwiefern und unter welchen Bedingungen sich online geführte Interviews eignen, dem Forschungsgegenstand ‚Beziehungsqualitäten‘ gerecht zu werden.

Die empirischen Befunde werden eingebettet in den aktuellen Stand der (Bildungs-)Forschung und die politische und handlungsfeldbezogene Fachdiskussion zum Abbau von Benachteiligung in (Ganztags-)Schule und entsprechende Reformvorhaben. Das Ziel ist es, einen Beitrag zur schulbezogenen Professionalisierung im Kontext Benachteiligung zu leisten.

Workshops

Betz, T., Rother, P. & Damm, Y. (2021). Generationenübergreifende Zusammenarbeit – Entwicklung und Erprobung digitaler Methoden zur Befragung von Tandems. Digitaler Auftaktworkshop zum Kooperationsprojekt JGU und BMS. Bertelsmann Stiftung, 19. März 2021.

Betz, T., Rother, P. & Damm, Y. (2021). Generationenübergreifende Zusammenarbeit. Eine digitale Interviewstudie zu Beziehungsqualitäten zwischen Kindern / Jugendlichen und erwachsenen Vertrauenspersonen. Erste Zwischenergebnisse. Digitaler Workshop zum Kooperationsprojekt JGU und BMS. Bertelsmann Stiftung, 8. Juli 2021.

Ansprechpartnerin:
Yvonne Damm
yvondamm@uni-mainz.de