Aktuelles

Aktuelle Veranstaltungen:

Lehrforschungsprojekt »Care-Arbeit in der Covid-19-Pandemie aus intersektionaler Perspektive – eine Seminarkooperation der Sigmund Freud Privat-Universität und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz«

Im Sommersemester 2021 fand in Kooperation mit Dr. Markus Brunner von der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien ein Lehrforschungsprojekt unter dem Titel »Care-Arbeit in der Covid-19-Pandemie aus intersektionaler Perspektive – eine Seminarkooperation der Sigmund Freud Privat-Universität und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz« statt.

Das Online-Lehrforschungsseminar beleuchtete interdisziplinär, multiperspektivisch und intersektional Care-Arbeit unter den Bedingungen der Covid-Pandemie. Auf komplexe Weise wurden zwei in unterschiedlichen Disziplinen (Psychologie und Erziehungswissenschaften) verortete und thematisch verschieden ausgerichtete Seminare – über partiell geteilte Seminarliteratur, die Arbeit in gemischten studentischen Forschungsgruppen und einen gemeinsamen Online-Seminarblock – ineinandergeflochten.

Die Diversität der Kompetenzen und Perspektiven wurde dezidiert als Ressource eingesetzt: In den Forschungsgruppen und gemeinsamen Diskussionen vermittelten die Studierenden einander Wissen und Sichtweisen, lernten voneinander und erfassten gemeinsam die Komplexität des über verschiedene gesellschaftliche Ungleichheits- und Differenzachsen intersektional strukturierten Feldes der Care-Arbeit. Die Befragung der Veränderung der Situation von verschiedenen Gruppen von Care-Arbeitenden in der Pandemie ermöglichte auch eine Selbstreflexion der Studierenden: Als Privatpersonen wie auch als aktuell und zukünftig im Feld der Care-Ökonomie Tätige sind nicht zuletzt sie selbst je nach gesellschaftlicher Situierung auf unterschiedliche Weise sowohl von der Pandemie wie den Covid-Response-Maßnahmen betroffen. Dies schärfte den Blick für die eigene Lage wie die Heterogenität auch innerhalb der Studierendenschaft.

Der Abschlussbericht mit Kurzvorstellungen der studentischen Forschungsprojekte steht hier zur Verfügung.

Konferenz  »›Es schweigt die Kritik…‹ 100 Jahre Freuds Massenpsychologie und Ich-Analyse« / 08. - 09.10.2021

Am 8. und 9. Oktober 2021 fand in einer Kooperation der JGU mit der KH Mainz die interdisziplinäre Konferenz »›Es schweigt die Kritik…‹ 100 Jahre Freuds Massenpsychologie und Ich-Analyse« statt. Die Veranstaltung musste Covid-bedingt auf wenige Teilnehmende beschränkt sein, weswegen wir die Vorträge mitgeschnitten haben und online verfügbar machen.

1. Panel: Theoretische Erörterungen

Markus BrunnerVon stummen und lärmenden Massen. Zu einigen Widersprüchen in Freuds Massenpsychologie und Ich-Analyse [Link zum Vortrag]

Hans-Dieter König: Libido und Aggression. Freuds Massenpsychologie in der Perspektive von Adornos Autoritarismuskonzept [Link zum Vortrag]

2. Panel: Empirische Rekonstruktionen

Julia König: Wer zuletzt lacht. Ozeanische Träume von der Deutschen Kolonie und die männliche Lust an ihrer Zerstörung [Link zum Vortrag ]

Jan Lohl: Freuds Unternehmung. Über Massenpsychologie und rechtspopulistische Propaganda [Link zum Vortrag]

18–19:30 h Abendvortrag von Jutta Ditfurth: Emanzipation und Masse [Link zum Vortrag]

3. Panel: Historische Konstellationen

Sebastian Winter: »Aber Wien darf nicht deutsch werden«. Der »mehrfarbige Fetzen«, die »ganze Libido« und die »Vergeistigung«. Massenpsychologie und Ich-Analyseim historischen und im biographischen Kontext Sigmund Freuds [Link zum Vortrag]

Gunzelin Schmid Noerr: Metamorphose der Massen. Freuds Massenpsychologie und Ich-Analyseund die Grundlegung der psychoanalytischen Sozialpsychologie [Link zum Vortrag]

4. Panel: Massenpsychologie und Emanzipation

Christine Kirchhoff: »Ich bin Volker«. Metapsychologische Überlegungen zu Masse, Identifikation und Solidarität [Link zum Vortrag]

2. Jahrestagung des AKs Sexualitäten in der Geschichte / 23. - 24.04.2021

Vom 23. - 24. April 2021 fand die 2. Jahrestagung des AKs Sexualitäten in der Geschichte digital an der JGU statt.

Im Zentrum der diesjährigen Jahrestagung des Arbeitskreises Sexualitäten in der Geschichte standen unter dem Titel »Theorize this!« Fragen danach, welche Praktiken, Beziehungen, Symbolisierungen, Institutionen oder sozialen Verhältnisse aus welcher Perspektive und in welchen soziohistorischen Kontexten als »sexuell« verstanden oder unter dem Begriff der »Sexualität« subsumiert wurden und werden? Welche Interessen, welche Herrschaftsverhältnisse oder Machtkonstellationen haben sich niedergeschlagen in diesem auf eine spezifische Weise gefassten »Sexuellen«, und inwiefern können diese in den Quellen kondensierten Konstellationen etwas zum Verständnis von Sexualität beitragen? Weiter, wie lässt sich »Sexualität« vor diesem Hintergrund als geistes-, kultur- oder sozialwissenschaftlicher Forschungsgegenstand begreifen?

Keynote: Prof. Dr. Christine Kirchhoff (IPU Berlin)

Lecture Performance: Vera Piechulla

Programm: Theorize this_Programmheft